Aus dem Protokoll der aßerordentlichen

Vereinsversammlung wegen Vereinsauflösung am

08.11.2020 im Hafen der Hoffnung e.V.

Adresse: Turmstraße 36 H, 48533 Kleve 

 

Tagungsordnungspunkte

 

TOP 6 Auflösung des Vereins Hafen der Hoffnung e.V.
Die Abstimmung über die Vereinsauflösung erfolgt gemäß §12 der Satzung.
Alle Anwesenden stimmen für die Auflösung des Vereins.

 

Der scheidende Vorstand - Julia Weber, Tatjana Martens, Sneshanna Schwarz, Maja Keller, Martina Gellert und Irina Kroll - wünscht allen alles Gute

 

Das Büro Hafen der Hoffnung ist nicht besetzt.

Bei Fragen, die den Verein betreffen, schreiben Sie bitte eine Mail an die E-Mail-Adresse:
info@hafen-der-hoffnung.de

Ihre Post schicken Sie bitte an die Adresse:
Hafen der Hoffnung e.V., Worcester Straße 17, 47533 Kleve


 


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25 Jahre Hafen der Hoffnung e.V.

Hafen der Hoffnung e.V. hat sein 25-järiges Jubiläum in der Stadthalle Kleve am 29. November gefeiert.

Grußwort Frau Julia Weber

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

dafür, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind, sind wir sehr dankbar und nicht minder aufgeregt.

Denn unser Versuch die Geschichte unserer Vorfahren, Großeltern, Eltern und die von uns  - in Theaterszenen darzustellen, war für uns alle eine echte Herausforderung.

Auch den Hafen der Hoffnung Revue passieren zu lassen,
ist ebenfalls einmalig...

Wenn ich an meine erste Zeit in Kleve zurückdenke, dann sind das Menschen, die mir wohlwollend gesinnt waren, das mir das Einleben in dieses Land erleichterte.

Ich denke an Frau Ute Tödter, die meine ersten Amtsbriefe entzifferte.

An meine deutsche Nachbarin, eine ältere Dame, der ich später half, denn auch sie tat sich  schwer mit solcher Post.

An Herrn Karl Thelosen, der uns  aus ganzem Herzen bei der Lösung der Probleme unterstützt hat.

An Herrn Paul Friedhoff, der uns in seinen Gesprächen vom Leben hier erzählte...

Und nun zu unseren Ehrengästen.
Sehr gerne begrüßen wir die stellvertretenden Bürgermeister der Städte Kleve, Kevelaer und Emmerich am Rhein.

Ebenfalls begrüßen wir recht herzlich die Vertreter der verschiedenen Parteien, wobei ich stellvertretend den Landtagsabgeordneten Herrn Dr. Günther Bergmann nennen möchte.

Es ist schön, dass heute Vertreter verschiedener Verbände und Einrichtungen anwesend sind.

Gerne möchte ich hier den Namen unseres Propstes Johannes Mecking nennen, der vielen unseren Veranstaltungen beigewohnt hat.

Viele Grüße an unsere Vereinsmitglieder, die uns all diese Jahre treu geblieben sind und unsere Arbeit unterstützten.

Herzliche Grüße an bekannte und unbekannte Zuschauer!

Und einen Gast möchte ich ganz besonders herzlich begrüßen. Das ist unser Landrat des Kreises Kleve -
Herr Wolfgang Spreen.

Herr Spreen, es ist uns eine Ehre, von Ihnen ein Grußwort hören zu dürfen.

Bitte, Herr Spreen!

Grußwort des Landrates des Kreises Kleve anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des „Hafen der Hoffnung e.V.“ in Kleve am 29.11.2019

Es gilt das gesprochene Wort

                                                            

Sehr geehrte Frau Vorsitzende Weber,
sehr verehrte Mitglieder des „Hafens der Hoffnung“,
durch Ihre zahlreichen, ehrenamtlichen Aktivitäten haben Sie seit Bestehen Ihres Vereins einen wesentlichen Beitrag zu der erfolgreichen Integration der aus Russland zu uns gekommenen Deutschen geleistet. Mit großem, persönlichem Engagement haben sie auf vielfältige und beeindruckende Weise vielen aus Russland zu uns gekommenen Menschen eine wichtige Unterstützung und Orientierungshilfe geboten und dadurch nachhaltig geholfen. Für diese hervorragende und vorbildliche Integrationsarbeit spreche ich allen im „Hafen der Hoffnung“ wirkenden Menschen, auch im Namen der Mitglieder des Kreistages des Kreises Kleve, meinen herzlichen Dank aus. Ihr soziales Engagement findet und verdient unsere große Anerkennung und Wertschätzung!
In diesem Sinne wünsche ich den Mitgliedern im „Hafen der Hoffnung“ auch für die Zukunft viel Kraft und Ausdauer sowie Gottes Segen bei der Ausübung ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Möge der „Hafen der Hoffnung“ seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen und unser gesellschaftliches Miteinander weiterhin bereichern.
In diesem Sinne wünsche ich auch der heutigen Jubiläumsfeier eine nachhaltig positive Resonanz. Das kulturelle Rahmenprogramm des heutigen Abends wird sicherlich hierzu beitragen. Hierfür wünsche ich allen Mitwirkenden gutes Gelingen sowie uns allen noch einen schönen Tag mit vielen interessanten und angenehmen Begegnungen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, sehr verehrte Gäste,
ich danke Ihnen sehr herzlich für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit.
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
als Landrat des Kreises Kleve begrüße ich Sie auf das Herzlichste und heiße Sie alle hier in der Klever Stadthalle ganz herzlich willkommen!
Besonders herzlich begrüße ich Frau Vorsitzende Weber sowie die Mitglieder des „Hafens der Hoffnung“.
Weiterhin begrüße ich die heute anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie stellvertretenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus den Städten und Gemeinden unseres Kreises, namentlich Herrn Hütz als stellvertretenden Bürgermeister der Standortkommune. Ebenfalls sehr herzlich begrüße ich auch alle weiteren Vertreterinnen und Vertreter aus dem politischen Raum, insbesondere den Abgeordneten des Landtags, Herrn Dr. Bergmann, sowie die Vertreterinnen und Vertreter der sozialen Verbände und Institutionen sowie der Kirchen, insbesondere Herrn Probst Mecking.
Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Gäste, für die freundliche Einladung danke ich der 1. Vorsitzenden, Frau Weber, sehr herzlich. Gerne komme ich auch Ihrer Bitte nach, zu Ihrer heutigen Jubiläumsfeier einige Worte an Sie zu richten.
Und ich nutze diese Gelegenheit zunächst einmal dazu, im Namen der Bürgerinnen und Bürger des Kreises Kleve – im Namen des Kreistags, der Verwaltung sowie auch ganz persönlich allen Mitgliedern des „Hafens der Hoffnung (e.V.)“ ganz herzlich zu diesem bemerkenswerten Jubiläum zu gratulieren!
25 Jahre sind eine beeindruckende Zeitspanne, auf die Sie in Ihrem Verein zur Förderung der aus Russland kommenden Deutschen im Kreis Kleve zurückblicken können.
Denn im Kreis Kleve leben heute viele Deutsche, deren erste Heimat einmal Russland war. So haben allein in den Jahren von 1989 bis 2009 mehr als 6.200 aus Russland zugezogene Deutsche in unseren 16 kreisangehörigen Städte und Gemeinden eine neue Heimat gefunden. Dies zeigt, dass Sie gerne hier leben und dass Sie sich bei uns im Kreis Kleve wohl fühlen. Darüber freuen wir uns ganz besonders.
Als Zeichen der Verbundenheit des Kreises Kleve erinnere ich mich beispielsweise gerne an zwei Wanderausstellungen in der Kreisverwaltung Kleve aus den Jahren 2013 und 2015. Die erste, eine bundesweite Wanderausstellung unter der Begleitung des „Hafens der Hoffnung“, trug den Titel „Geschichte und Integration der Deutschen aus Russland“. Die Ausstellung informierte zum einen über den geschichtlichen Hintergrund: Nämlich über die Auswirkungen der vor 250 Jahren von der russischen Zarin Katharina II als Edikt verfassten Einladung, der damals zahlreiche deutsche Fachkräfte bereitwillig folgten und die zur Besiedlung und Kultivierung nach Russland auswanderten und sich dort niederließen. Sie gingen an die Wolga, in das Schwarzmeergebiet, in die Ukraine, in den Kaukasus, ins Baltikum und in viele Großstädte des Russischen Zarenreiches.
Die Ausstellung aus dem Jahre 2013 leistete einen wichtigen Beitrag dazu, Näheres über das Schicksal der Deutschen aus Russland zu erfahren, die Erinnerung daran wachzuhalten und zu erkennen, dass die Geschehnisse der Vergangenheit einen Teil unserer gemeinsamen deutschen Geschichte darstellen. Bis dahin wussten viele unserer niederrheinischen Bürgerinnen und Bürger nur wenig von den Hintergründen, die auf die Deutschen aus Russland Einfluss genommen und diese schließlich zur Rückkehr bewogen haben. Denn je mehr wir voneinander wissen, umso mehr werden wir einander verstehen.
Die bundesweite Wanderausstellung verfolgte zum anderen aber auch das Ziel, über die Integration der inzwischen zahlreich nach Deutschland übergesiedelten Nachfahren der ehemaligen deutschen Auswanderer zu informieren.

Die beeindruckenden Integrationsleistungen und Aktivitäten waren das zentrale Thema der zweiten Wanderausstellung mit dem Titel „Hafen der Hoffnung“, deren Eröffnung anlässlich des damals 20-jährigen Jubiläums in der Kreisverwaltung gefeiert wurde und dort den Auftakt für weitere Ausstellungen in den Rathäusern unserer kreisangehörigen Städte und Gemeinden bildete. Mit diesen Ausstellungen leistete der Verein „Hafen der Hoffnung“ einen wichtigen Beitrag zur Information der Bürgerinnen und Bürger und damit zum gesellschaftlichen Miteinander.
An dieser Stelle erneuere ich daher in meiner Funktion als Vorsitzender des Trägervereins des Niederrheinischen Museums für Volkskunde und Kulturgeschichte (e.V.) in Kevelaer das Angebot des Vorstands, gerne auch dort einmal eine vom „Hafen der Hoffnung“ gestaltete Ausstellung über Deutsche aus Russland im Niederrheinischen Museum zu zeigen.



 

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